grade noch freunde, jetzt mehr? hast du das geplant? ich nämlich nicht. die konsumbedingt heruntergesetzte hemmschwelle voll genutzt? ich hätte stärker protestieren können, kam aber zu dem schluss, warum eigentlich nicht, und bäm- da war ein kuss, und noch einer und noch einer. wieder völlig nüchtern bin ich mir nicht mehr sicher ob das das richtige war. nach dem motto- bereue nichts, was in dem moment gut war- lässt sich sonst angenehm leben. versteh mich nicht falsch, ich will die zeit nicht zurückdrehn, aber ich weiß nicht ob ich weitermachen will, denn offensichtlich geht von dir, sagen wir so, weiterführendes interesse aus. sollte ich denn "normalerweise" keine zweifel haben? "sonst" weiß ich doch spätestens am nächsten tag: ja, das könnt was werden; oder, okay war ja ganz nett aber das wars auch schon.
du warst mir bis jetzt ein guter freund, ich brachte dir meine volle sympathie entgegen. hattest du zuvor bereits hintergedanken? ich absolut nicht, als ich dich fragte, ob du noch zum fest nachkommst.
jetzt sitze ich rum und frage mich was jetzt wird. du hast natürlich überhaupt keine ahnung, und ich weiß nicht, ob ich dir meine verwirrung mitteilen soll. wieder lese ich, was ich grade geschrieben habe und heule fast zu sail von awolnation. so pathetisch es klingt, du hast meine welt auf den kopf gestellt. ganz unschuldig fragst du mich, ob wir was unternehmen wollen, aber uns trennen gut hundertvierzig kilometer. also wünschst du mir einen schönen tag, ich dir auch. du hast absolut keine ahnung. ich komme mir vor wie ein naiver teenager. ist mein gefühlschaos unbegründet? ich sollte mich doch freuen, dass wir uns sonst so gut verstehen! habe ich einfach nur angst, alles kaputt zu machen bevor es überhaupt richtig angefangen hat? ich bin alles andere als gut darin, jemanden wirklich nah an mich und mein kopfchaos zu lassen. ich fürchte mich vor zu viel emotionaler nähe, ich, ich, ich allein.
wie kann ich mir meiner wahren gedanken dich betreffend bewusst werden, ohne erstmal alles auf mich einstürzen zu lassen? irgendwie muss sich das ganze doch verarbeiten lassen! wie gerne wäre ich offen und impulsiv wie sonst, aber du kommst mir zu nah, obwohl du weit weg bist, und ich bleibe nach außen kühl.
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