16.9.12

rant

muss noch 2 wochen praktikum durchhalten. habe das angebot bekommen, nach dem studium für ein halbes jahr dort zu arbeiten um dazu beizutragen, das unternehmen auf IFS-stand zu bringen (IFS=international food standard).
das würde bedeuten, dass ich bereit bin, nach dem bachelor ein halbes jahr in diesem kaff zu verbringen. nach dem aktuellen stand absolut keine option für mich. ich bin - nun wohne ich seit zwei jahren in wien - zur absoluten stadtmenschin geworden. zurück möchte ich nicht mehr. zwei monate im knapp dreitausend einwohner-ort und ich habe die nase gestrichen voll. fühle mich eingesperrt durch die extrem begrenzten möglichkeiten hier. dreißig km in die nächste kleinstadt, und die nur mit dem auto zu bewältigen, außer man  ist verzweifelt genug, beziehungsweise hat die zeit, unter der woche frühmorgens um sieben mit dem schulbus mitzufahren. sollte man sich gar in den kopf setzen, modische kleidung kaufen zu wollen, und man besitzt kein auto, dann sind eineinhalb stunden busfahrt nach angesagt, oder man bestellt gleich im internet.
fortgehmöglichkeiten gleich null, außer man möchte sich neben den leuten einreihen, die im ort hängengeblieben sind, und ihre traurige existenz (zum teil nicht nur) freitags und samstags in alkohol zu ertränken versuchen. einmal zu oft erlebt. nein danke. der ekel ist zu groß, mitleid verspüre ich keines mehr. da würde ich mich viel zu sehr fehl am platz fühlen. hätte ihnen nichts zu sagen.
womöglich stellt sich ein/e leser/in die frage: hat die denn keine freunde? klar. aber von dem freundeskreis, den ich hier hatte, habe ich mich getrennt. irgendwann ist mir klar geworden, dass sie mir nicht guttun, und ich ohne sie besser klarkomme.
wien - ich zähl die tage.

quelle: soup

29.8.12

mechanisch

dieses.spiel.
unmechanical.
ich steh auf solche spiele.



sie ist schuld daran. dass ich jetzt spielen muss.


over and out.

24.8.12

floisch

beschäftige mich in letzter zeit umstandsbedingt (praktikum) intensiver mit dem thema tiere essen. ich kann folgenden film empfehlen:

spiegel tv österreich dokumentation "unser schnitzel. zwischen analogfleisch und sprechendem ferkel"
es geht um schweinefleisch, wie der titel schon verrät. wie es an einem konventionellem massenschlachtbetrieb zugeht, wo täglich tausende schweine "verarbeitet" werden, bis zu einem bauern, der auf seinem hof sein eigens aufgezogenes schwein am grill brät. von zuchtmethoden zu analogfleisch aus soja.

hierauf bin ich auch gestoßen:
ein text auf einer tierrechts-website. es berichtet eine veterinärstudentin von ihrem praktikum auf einem großen konventionellen schlachthof. zwar sind die umstände, von denen sie schreibt, alles andere als in ordnung, ich denke dennoch, dass sich für ein so zart besaitetes mädel eine andere praktikumsstelle sicherlich besser geeignet hätte. ohne werten zu wollen, möchte ich warnen, sich nicht von der starken emotionalen färbung (die sich dramaturgisch gut für diese seite eignet) einlullen zu lassen.

es ist nun mal so, dass die nachfrage nach fleisch sehr groß ist. die statistiken erspare ich euch hier.
ich persönlich bin sehr froh, dass meine familie schon lange beschlossen hat, wenn fleisch gekauft wird, dann wollen wir auch wissen, woher es kommt. in dem sinne, dass man weiß, wie mit den tieren umgegangen wird (ethisch vertretbar), was gefüttert wird (bio) und wie die tötung vonstatten geht (für das tier so stressfrei als möglich).

ich bemühe mich, das thema als ganzes nüchtern zu betrachten und verzichte auf bilder, die das ganze auf einer unnötig emotionalen ebene beleuchten würden. je nach intention eines autors bekommt dadurch ein text die gewünschte färbung (wahlweise niedliche ferkel oder schlachtschussapparate etc.).
die meinungsbildung überlasse ich euch selber.

21.8.12

d-.-b

katzenjammer, beirut und russian red sind meine derzeitigen favoriten, die ich nach der arbeit höre, um runterzukommen. eigentlich recht atypische musik für mich, derzeit passts aber gut, nach der arbeit bin ich noch eine weile auf hundertachtzig. the smiths gehen auch immer :)

reinhören: 
katzenjammer - lady marlene (album: a kiss before you go)
russian red - cigarettes, nice thick feathers, (album: i love your glasses)
beirut - nantes, sunday smile (album: the flying club cup)
the smiths - gilfriend in a coma, how soon is now


derzeitiger lieblingssong für instant-gute laune: katzenjammer - i will dance (when i walk away)

momentan höre ich über spotify, aber die werbung nervt mich ganz gewaltig! die suchfunktion ist ganz praktisch, aber es sind auch viele lieder nicht verfügbar. mal sehen wie lange es dauert, bis die hundertste werbung der tropfen ist, der mein geduldshäferl zum überlaufen bringt...